Planung

Die Planung des Z-Bus® Systems

Am Beispiel einer Wohneinheit werden die einzelnen Schritte erläutert. Diese Vorgehensweise ist ebenso für Bürolandschaften oder Industrieeinrichtungen geeignet.

1. Ihre Planungsunterlagen

Sie verwenden den Grundriß Ihrer Wohneinheit.

Hier tragen Sie ein, an welchem Ort das Ein- und Ausschalten des Lichts, oder das Bewegen der Jalousie stattfinden soll und den Ort von dem aus Sie schalten wollen.

  • An der Stelle, an der die Beleuchtungen, die Motoren oder andere Aktoren geplant sind, setzen Sie die Empfänger ein.
  • An der Stelle der Betätigung verwenden Sie die Sender.

2. Die Auswahl der Z-Bus® Komponenten

Sie können die Funktionen die der Z-Bus auslösen soll, in drei Kategorien einteilen nämlich in

  • Licht, Schalten
  • Jalousien
  • Heizung

Eine vierte Kategorie enthält den Anteil für

  • Zentral

Das  Zusammenarbeiten der richtigen Paarung von Sendern und Empfängern finden Sie im Menü Anwendungen. In den einzelnen Beispielen sind die Teilnehmer, welche untereinander korrespondieren können, mit der Produktnummer genannt.

Hier erkennen Sie auch bereits den übersichtlichen Systemaufbau. Er besteht aus einer einfachen, 4adrige Leitung, mit den Adern L, N, Bus und PE. Daran sind alle späteren Busteilnehmer einfach parallel angeschlossen.

Nun legen Sie die Adresse der Empfänger und der Sender fest, die untereinander zusammenarbeite. Sie bilden einen Adress-Kreis.

 3. Die Adressenliste

Mit der Adressenliste behalten Sie Ihre Z-Bus Installation im Überblick.

Tragen Sie hier die Adress-Kreise ein, d.h. die einzelnen Adressen, welche Sie den Teilnehmern in diesem Kreis vergeben.

Die Liste enthält die Übersetzung der gebräuchlichen Dezimalzahlen in das ternäre Zahlensystem, mit welchem die Z-Bus Komponenten arbeiten. Dabei müssen Sie lediglich die 3 möglichen  Stellungen „+“, „0“ und „-“ des DIP-Schalters beachten.

 4. Die Adresseneinstellung

Die spätere Einstellung der Adresse erfolgt an jedem Gerät über die eingebauten DIP-Schalter.

Besitzt das DIP_4polig Gerät einen Schalter mit 4 Positionen, so können Sie die ersten 4 ternären Adress-Stellen, entsprechend der Adressenliste, beeinflussen. Dies sind die ersten 81 Adressen, nämlich die Adressen von 0 bis 80. Die 5. ternäre Position ist geräteintern immer mit „-“ verbunden.

Ist ein dip5_klein DIP-Schalter mit 5 Positionen eingebaut, so haben Sie damit die Möglichkeit, 243 Adressen, nämlich die Adressen von 0 bis 242, zu verwenden.

 

5. Die verwendeten Z-Bus® Komponenten in Ihrer Wohneinheit

Sie wollen beispielhaft alle nachfolgenden Steuerfunktionen realisieren.

Sie starten mit der Planung in einem frei gewählten, 1. Raum, im Beispiel mit Schlafen 2.

Eingetragen werden hier die Geräte für die geplanten Funktionen Licht, Jalousie, Heizen. Sie wählen den dafür vorgesehenen Ort.

Sie ordnen den Geräten, die miteinander zusammenarbeiten, einen Adresskreis mit einer gemeinsamen Adresse zu. Im Beispiel sind 4 Adresskreise eingerichtet .

  • Licht 01 (Adresse 01) ♦ 1 x Brennstelle (Empfänger), 3 x Taststellen (Sender).
  • Licht 02 (Adresse 02) ♦ 1 x Brennstelle (Empfänger), 1 x Taststelle (Sender).
  • Jalousie 30 (Adresse 30) ♦ 1 x Motor (Empfänger), 1 x Taststelle (Sender).
  • Heizung 40 (Adresse 40) ♦ 1 x Ventil (Empfänger), 1 x Thermostat (Sender). Das Ventil ist nicht in Schlafen 2, sondern im Raum Küche untergebracht.
  • [Diverse Steckdosen (im Beispiel nicht geschaltet)].
  • [Weitere Anschlüsse, wie Netzwerk].

Die Funktionen, bzw. die Geräte, werden in die Adressenliste übernommen.

Beim späteren Einbau müssen Sie nur noch pro Adresskreis die vergebene Adresse, also 01, 02, 30 oder 40, an dem DIP-Schalter der Empfänger und der Sender einstellen.

Die Stückliste wird paralell vorbereitet.

Nacheinander werden alle weiteren Räume bearbeitet.

Es empfiehlt sich, zwischen den einzelnen Räumen Adressen-Platz zu reservieren, um nachträgliche Erweiterungen in einem Raum adressmäßig einpassen zu können.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich in der Einteilung in die 4 Kategorien.

  • Licht, Schalten
  • Jalousien
  • Heizung
  • Zentral

Dies vereinfacht das spätere Einrichten von Zentral- oder Gruppenbildungen, oder von logischen oder zeitlichen Steuerabläufen.

Sie erhalten abschließend die 3 vollständigen Planungsunterlagen.

  1. Elektrische Anlage, vollständig  
  2. Adressenliste , vollständig  
  3. Stückliste, vollständig  

Auf diese Weise haben Sie nun Ihr Z-Bus® System in übersichtlicher Weise dokumentiert.

Damit können Sie auch elegant die vielfältige Einsatzmöglichkeit des Bus/Netzwerk-Interface ST 30-200 ausnützen.